Glossar

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EUROZENTRISMUS
Der Begriff Eurozentrismus beschreibt die Wertung nicht europäischer Kulturen aus der Perspektive europäischer Normen und Werte. Europa bildet hierbei das Zentrum des Denkens und Handelns und die europäische Entwicklungsgeschichte wird als Maßstab für jegliche Vergleiche mit anderen Ländern und Kulturen verstanden.

KOLONIALISMUS
Als Kolonialismus bezeichnet man die Unterwerfung eines Landes durch ein anderes, zwecks Erlangung vollständiger Kontrolle des Landes und diese wirtschaftlich zu nutzen. Die Hochzeit des Kolonialismus lag zwischen dem 15. und dem 20. Jahrhundert, als europäische Menschen begannen, Afrika, Teile Asiens und Amerika zu besiedeln und auszubeuten. Dabei unterdrückten, versklavten und töteten sie die lokale Bevölkerung. Legitimiert wurden diese Taten mit der rassistischen Ideologie, die ihre angebliche biologische, zivilisatorische und religiöse Überlegenheit behauptete.
Auch das Deutsche Kaiserreich hatte mehrere Kolonien in Asien und Afrika.
Bis in die 1970er Jahre hinein weigerten sich europäische Regierungen, den kolonisierten Gebieten ihre Unabhängigkeit zuzugestehen.

Die Folgen des Kolonialismus sind noch heute spürbar – sowohl in den kolonisierten als auch ehemals kolonisierenden Gesellschaften.

POSTKOLONIALISMUS
Der Begriff beschreibt die bis in die Gegenwart reichenden Nachwirkungen von Kolonialismus sowie das Fortschreiben kolonialer Politik. Das zeigt sich an politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen (bspw. ungerechte und ausbeutende Handelsverträge), die bis heute postkoloniale Herrschaftsansprüche durchsetzen. Dies wird auch durch die eurozentrischen und westlich orientierten Perspektiven deutlich, die in Wissenschaft, Kunst und Kultur vorherrschen. Ein multiperspektivischer Zugang zu Geschichte, Wissenschaft und Kultur wird nicht oder kaum zugelassen. Erfahrungen und Wissensstände von Menschen des globalen Südens werden meist marginalisiert.

ALLTAGSRASSISMUS
Alltagsrassismus zeigt sich, wenn rassistische Vorurteile über kulturell verankerte Zugehörigkeitsordnungen, Bilder und Vorstellungen unbewusst und/oder unbeabsichtigt z. B. in vermeintlich neutralen, positiven, oder neugierigen Fragen, Aussagen, Gesten, Handlungen und Blicken zum Ausdruck gebracht werden.Charakteristisch ist hierbei die Verschleierung der Gewaltförmigkeit. Diese liegt darin begründet, dass aufgrund phänotypischer Merkmale bestimmt wird wer zum "natürlichen WIR" und wer, ungeachtet seiner individuellen Erfahrung und Identifikation, als "Andere " identifiziert und behandelt wird. Dies äußert sich bspw. in übergriffigen Handlungen wie das Berühren der Haare.Gekennzeichnet wird diese Form des Rassismus durch ihre subtile Alltäglichkeit als Facette. Betroffene erleiden dadurch ein stetig negatives Selbstbild. Verstärkt wird dies durch das Aberkennen/Absprechen der Rassismuserfahrung durch Nichtbetroffene.

OTHERING
Othering (von engl. other = anders) basiert auf eine „Wir“ (Eigenen) - „Ihr“(Anderen)-Konstruktion. Mit dieser Einteilung gehen Zuschreibungen und Eigenschaften einher, die das "Eigene" aufwerten und die "Anderen" abwerten. Es werden elementare Verschiedenheiten konstruiert, die hierarchisierend bewertet und betont werden und zur Stärkung des eigenen Selbstbildes beitragen.Im Gegensatz zu den "Eigenen" werden die "Anderen" als homogene Gruppe gesehen. Individuelle Eigenschaften und Entwicklungen/Veränderungen werden ihnen abgesprochen.

PRIVILEGIEN
Die Vorteile, Ressourcen (sowie der Zugang zu diesen), die Menschen aufgrund ihrer gesellschaftlichen Positionierung oder ihres sozioökonomischen Status besitzen, werden als Privilegien bezeichnet.Es gibt auch Privilegien, die nicht als solche wahrgenommen werden, da sie selbstverständlich geworden sind. Eines davon ist, im Alltag als der Mehrheitsgesellschaft angehörend gesehen zu werden (etwa als weiß, deutsch, eindeutig männlich/weiblich oder gesund) und so bei der Job- oder Wohnungssuche, in der Schule nicht mit stereotypen Zuschreibungen, verwehrten Zugängen oder diskriminierendem Verhalten rechnen zu müssen. Zu Privilegien gehört also auch sich gar nicht erst mit Diskriminierung und der damit einhergehenden Ungerechtigkeit beschäftigen zu müssen.

STEREOTYP
Jeder Mensch kategorisiert seine Umwelt, um die Aufnahme und Verarbeitung der von außen auf ihn einwirkenden Reize und Informationen zu erleichtern. Komplexe Informationen werden durch Stereotype reduziert und bestimmte Merkmale verallgemeinert. Stereotype sind feste Vorstellungen von Eigenschaften oder Verhaltensweisen, die Personen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe zugeschrieben werden.

VORURTEIL
Ein Vorurteil ist die negative oder positive Haltung gegenüber Personen, Gruppen oder Sachverhalten, die nicht auf persönlicher Erfahrung beruht sondern vielmehr auf Generalisierung. Beim Vorurteil werden Stereotype bzw. Eigenschaftszuweisungen mit Bewertungen verknüpft, die das Wahrnehmen, Verhalten und die Interpretation steuern. Viele Vorurteile gegenüber Minderheiten sind historisch weitergegeben und werden in Medien, Schulbüchern und in der Sprache reproduziert.

MIKROAGGRESSIONEN
Unter Mikroaggressionen werden die Folgen bewusster und unbewusster Akte verstanden, die durch offene und subtile Botschaften marginalisierte Personen oder Gruppen wiederholt verletzen, indem sie sie als abweichend von der dominanten Mehrheitsgesellschaft (Norm) darstellen, entwürdigen und symbolisch ausschließen. Beispiele für Mikroaggressionen sind Alltagsrassismen.

SCHWARZ / WEISS
Die Begriffe "Schwarz" (hier bewusst groß geschrieben) und "weiß" beziehen sich nicht auf biologische Merkmale (Hautfarbe). Es handelt sich um politische Bezeichnungen. Die Antirassismus-Bewegung nutzt diese Bezeichnungen, um Rassismus in der Sprache entgegenzuwirken: "weiß" (alternativ: weiß) und "weißsein" soll auf die sozialen, politischen und kulturellen Privilegien von Menschen hinweisen, die nicht von Rassismus betroffen sind und sich deshalb in einer machtvolleren gesellschaftlichen Position befinden. "Schwarz" und "Schwarzsein" ist eine Selbstbezeichnung.
"Schwarzsein" bedeutet, dass Menschen durch gemeinsame Erfahrungen von Rassismus miteinander verbunden sind und auf eine bestimmte Art und Weise von der Gesellschaft wahrgenommen werden.

SPRACHE
Im Kontext Anti- Rassismus sind die Auseinandersetzung und ein sensibler Umgang mit Sprache wichtig. Menschen zu kategorisieren und zu benennen ist ein Privileg, mit dem die Deutungshoheit über die „Realität“ einhergeht: Die Macht, seine Begriffe und Worte durchzusetzen, „die Anderen“ zu „Anderen“ zu machen, bedeutet auch die Macht, bestimmen zu können, was wahr und was falsch ist (Definitionsmacht).Zudem kann Sprache auf einer individuellen Ebene sehr verletzen, insbesondere da sie folgenden Aspekt der Macht verdeutlicht: „Ich darf dich nennen wie ich will, denn ich weiß genau wer du bist und du kannst nichts dagegen tun“. Eine rassismus- und diskriminierungssensible Sprache hat also nichts mit Zensur zu tun, sondern bedeutet Rücksichtnahme und den bewussten Umgang mit dem Privileg der Deutungshoheit.

INDIVIDUELLER RASSISMUS
Auf der individuellen Ebene umfasst Rassismus persönliche Haltungen, Einstellungen oder Handlungen. Individueller Rassismus reicht von offenen rassistischen Beleidigungen bis hin zu Alltagsrassismus, der sich sehr viel subtiler ausdrückt. In Deutschland wird Rassismus häufig auf die Ebene der offenen und absichtsvollen Erscheinungsweisen reduziert.

INTERNALISIERTER RASSISMUS
Wenn von Rassismus betroffene Gruppen (marginalisierte Gruppen) Stereotype, Vorurteile und Zuschreibungen in ihre Persönlichkeit integrieren und diese nicht mehr als von der Gesellschaft vorgegeben erleben, sondern als eigene Werte definieren, spricht man von internalisiertem Rassismus. Dieser kann sich auch in der Ablehnung von kulturellen Praktiken der eigenen rassifizierten Gruppe äußern.Internalisierter Rassismus funktioniert auch unabhängig davon, ob die Person sich dessen bewusst ist oder nicht.

STRUKTURELLER RASSISMUS
Wenn die Benachteiligung einzelner Gruppen in der Organisation der Gesellschaft begründet ist, spricht man von strukturellem Rassismus.Die "gewachsene" Art des Zusammenlebens geht mit patriarchalen, postkolonialen sowie weitere Arten von Konventionen, Gebräuchen und Traditionen einher, die die Privilegien einzelner Gruppen und die Benachteiligungen anderer Gruppen als "normal" und vorgegeben erscheinen lassen.

INSTITUTIONELLER RASSISMUS
Institutioneller Rassismus bezeichnet eine Form von rassistischer Diskriminierung, die durch Praktiken gesellschaftlicher und politischer Institutionen diskriminiert. Das heißt sie resultiert aus der Anwendung formeller und informeller "ungeschriebener" Gesetze, Regeln, Vorschriften und Normen. Die formellen und informellen Regeln erlauben eine gezielte Unterscheidung und Ungleichbehandlung von marginalisierten Gruppen gegenüber den fraglos "Dazugehörigen". In seiner indirekten Variante werden formelle und informelle Handlungsmuster und Regeln der Gleichbehandlung, die in den Mitgliedschaftsbedingungen einer Institution eingeschrieben sind, auf alle gleichermaßen angewandt, haben aber auf rassistisch diskreditierbare Menschen diskriminierende Auswirkungen. Rassismus ist hier also das Ergebnis einer Gleichbehandlung, die die unterschiedlichen Voraussetzungen von Personen nicht berücksichtigt. Das ist z. B. der Fall, wenn Schulen das Vermitteln der Bildungssprache Deutsch nicht als ihre Aufgabe, sondern Deutschkenntnisse als Voraussetzung betrachten, die Kinder schon mitbringen müssen.Institutioneller Rassismus führt dazu, dass der Zugang zu Ressourcen, Partizipation und Anerkennung sowie ihre Möglichkeiten, ihre Potenziale auszuschöpfen, für einige Menschen trotz des Gleichheitsgrundsatzes eingeschränkt sind, während andere dabei privilegiert sind.

RASSISMUS
Rassismus ist eine Konstruktion/ Ideologie von Herrschaft und Dominanz, die dazu dient die ungleiche Verteilung von Macht, Privilegien, Ressourcen und Möglichkeiten der Selbstverwirklichung zu Gunsten einer Gruppe zu legitimieren und zu stabilisieren.
Der klassische Rassismus behauptet eine Ungleichheit und Ungleichwertigkeit von Menschengruppen auf Grundlage angeblicher biologischer Unterschiede (Konstruktion von menschlichen Rassen).

RASSIFIZIERUNG
Rassifizierung bezieht sich auf die Wissensebene von Rassismus. Rassifizierung beschreibt sowohl einen Prozess, in dem rassistisches Wissen erzeugt wird, als auch die Struktur dieses rassistischen Wissens. Im Einzelnen umfassen Prozess und Struktur die Kategorisierung, Stereotypisierung und implizite Hierarchisierung von Menschen. Dabei werden historisch variablen wahrnehmbaren und nicht wahrnehmbaren körperlichen (z. B. Hautfarbe, Schädelform), soziologischen (z. B. Kleidung), symbolischen und geistigen (z. B. Einstellungen und Lebensauffassungen) Merkmalen Bedeutungen zugewiesen. Dies geschieht, indem mit Hilfe dieser Merkmale gesellschaftliche Gruppen definiert/kategorisiert werden. Aufgrund der zugewiesenen Merkmale erscheinen die konstruierten Gruppen als naturgegebene Einheiten, die sich biologisch reproduzieren. In einem zweiten Schritt der Bedeutungszuweisung wird das Wesen der konstruierten Fremdgruppe(n) bestimmt und es werden ihnen stereotype Eigenschaften zugeschrieben. Durch die Stereotypisierung wird spiegelbildlich das Wesen der konstruierten Eigengruppe festgeschrieben.

RASSE
Der Begriff "Rasse" ist bezogen auf Menschen wissenschaftlich unhaltbar. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beleg für die Existenz unterschiedlicher menschlicher „Rassen“. Studien haben belegt, dass die genetischen Unterschiede innerhalb einer sogenannten „Rasse“ größer sind als die, die zwischen zwei sog. „Rassen“ bestehen. Die Einteilungen in "Rassen" waren und sind stets mit gesellschaftlichen und politischen Interessen verbunden. Daher werden äußerliche Merkmale mit angeblichen Wesensmerkmalen der Menschen verknüpft. Man ist dann davon überzeugt, dass "Rassen" unterschiedliche psychische, soziale und kulturelle Fähigkeiten haben und einige Menschen aufgrund ihrer "Rasse" anderen Menschen über- bzw. unterlegen sind – so werden z.B. Ausgrenzung und soziale Zurücksetzung (Diskriminierung) sowie Unterdrückung und Gewalt als "natürlich" legitimiert. Die Entstehung des "Rasse" - Konzeptes muss in ihrem geschichtlichen und gesellschaftlichen Kontext verstanden werden (Kolonialismus und Aufklärung).
Die Vorstellung von "Rassen" erfüllte eine wichtige ideologische Funktion, um die gewaltsame europäische Herrschaft und Expansion zu rechtfertigen. Das Selbstbild der Europäer*innen (der "weißen") als kulturell und "zivilisatorisch" überlegen sowie der kolonialisierten Menschen (der "Schwarzen") als unterlegen diente der Legitimierung von Sklaverei, Vertreibung und Völkermord.

INTERSEKTIONALITÄT
Intersektionalität (engl. Intersection= Kreuzung/Überschneidung) ist ein Begriff, der das Zusammenwirken mehrerer Unterdrückungsmechanismen beschreibt. Gemeint ist damit, dass verschiedene Diskriminierungsformen nicht einzeln für sich wirken und einfach zusammengezählt werden können, sondern dass sie sich gegenseitig beeinflussen und so auch neue Formen der Diskriminierung entstehen können.

EMPATHIELÜCKE
Empathie/Einfühlungsvermögen bedeutet die Bereitschaft und Fähigkeit, sich in die Einstellungen und Gefühle anderer Menschen einzufühlen. Ein empathischer Mensch kann Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person erkennen und verstehen. Der Begriff Empathielücke beschreibt das Unvermögen, die Perspektiven oder Handlungen anderer Menschen zu verstehen, wenn diese nicht Teil der "eigenen" Gruppe oder die wir insbesondere als "anders" als uns selbst wahrnehmen. Dies ist zum einen darin begründet, dass Multiperspektiven keine Sichtbarkeit erhalten.
Meist kommt nur die Perspektive der Dominanzgesellschaft zum Tragen. Weiter liegt es daran, dass Stereotype und Narrative so tief in uns verankert sind, dass sie unser Urteilsvermögen unterbewusst beeinflussen.

LEBENSREALITÄT
Der Begriff Lebensrealität beschreibt die Umstände und Bedingungen mit denen jemensch sein Leben beschreiten muss (seine/ihre Lebensumstände/ Lebenswirklichkeit). Im Kontext von Diskriminierungen wird insbesondere auf den eigenen Erfahrungsraum der Betroffenen Bezug genommen.

RASSITISCHE SOZIALISATION
Sozialisation ist der Prozess der Entstehung und Entwicklung der Persönlichkeit in wechselseitiger Abhängigkeit (Interdependenz) von der gesellschaftlich vermittelten sozialen und materiellen Umwelt. Da Rassismus gesamtgesellschaftlich (sprachlich, strukturell und institutionell) verankert ist, kann jemensch von einer rassistisch sozialisierten Gesellschaft sprechen.

WHITE SAVIORISM/ “weißes Rettertum”
White Saviorism ist ein Begriff, der weiße Menschen beschreibt, die sich als rettende Helfer für BIPOC sehen. Sie fühlen sich berufen Entwicklungsarbeit (in jeglicher Form) zu leisten- ungeachtet ihrer Qualifikation/ Befähigungen. Sie glauben, dass es ihre Aufgabe ist, BIPOC zu unterstützen und zu fördern - in ihrem eigenen Land oder anderswo -, weil BIPOC die Mittel, die Willenskraft und die Intelligenz fehlen, um es selbst zu tun. Das heißt, weiße Retter halten sich aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Erziehung und Bildung für überlegener (bewusst oder unbewusst) und glauben somit das Recht als “Retter” aufzutreten erlangt zu haben. Angetrieben durch den Willen zu unterstützen/ zu helfen werden Auswirkungen der Handlungen übersehen. Rassistisch geprägte Weltbilder und die Vormachtstellung des globalen Nordens werden in den Köpfen weiter verankert. Aus einem vermeintlich höheren Entwicklungsstandards gegenüber Gesellschaften und Kulturen des globalen Südens folgt der Irrtum der globalen Verantwortung diese “Minderwertigkeit” zu korrigieren. So werden bestehende Machtstrukturen und rassistische Bilder vom “hilfebedürftigen Anderen” reproduziert. Wahre Ursachen für Missstände finden keine Berücksichtigung.

ALLYSHIP
Als Allyship (engl. für Verbündete) wird der kontinuierliche Prozess bezeichnet, bei dem jemensch, der/die über Privilegien und Macht verfügt, versucht die Erfahrungen einer marginalisierten Gruppe von Menschen kennenzulernen. Im nächsten Schritt wird versucht sich in deren Herausforderungen einzufühlen und Beziehungen zu dieser Gruppe aufzubauen. Die Rolle eines Verbündeten umfasst:

  • Zuhören zu können und Unterstützung zu leisten, um ungehörten Stimmen Gehör zu verschaffen
  • Eigene Privilegien und die eigene Macht zu erkennen und diese Privilegien zu nutzen, um andere aufzurichten
  • Sich der impliziten Vorurteile bewusst sein, die man möglicherweise hat
  • Die Gruppe, mit der man sich verbündet, unterstützen, in dem man sie, wann immer möglich für sich selbst sprechen lässt
  • Keine besondere Anerkennung für die Verbündeten-Rolle erwarten und sich die Ideen der Randgruppe nicht zu eigen machen
  • Ally ist keine Selbstdefinition (Selbstbezeichnung).

Literatur

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Sachbücher/Essays
Alice Hasters,Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten

Reni Eddo-Lodge, Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche
Tupoka Ogette, exit RACISM
Tupoka Ogette, Und jetzt Du. Rassismuskritisch leben. 

Ijeoma Oluo, So You Want to Talk about Race

Noah Sow, Deutschland Schwarz Weiß

Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah, Eure Heimat ist unser Albtraum

James Baldwin, Nach der Flut das Feuer 

Robin DiAngelo, Wir müssen über Rassismus sprechen: Was es bedeutet, in unserer Gesellschaft weiß zu sein

Ibram X. Kendi, How To Be an Antiracist
Carolin Emcke, Gegen den Hass

Kübra Gümüşay, Sprache und Sein
Emilia Roig, Why we matter – Das Ende der Unterdrückung
Roxane Gay, Bad Feminist
Mohamed Amjahid, Der weiße Fleck

Chimamanda Ngozi Adichie, Americanah
Susan Arndt, Die 101 wichtigsten Fragen - Rassismus
Aladin El-Mafaalani, Wozu Rassismus?
Nkechi Madubuko, Erziehung zur Vielfalt
Karim Fereidooni, Rassismuskritische Fachdidaktiken
Josephine Apraku,  Wie erkläre ich Kindern Rassismus?
Max Czollek, Desintegriert euch!
Olaolu Fajembola, Tebogo Nimindé-Dundadengar, Gib mir mal die Hautfarbe
Yasemin Karakasoglu, Paul Mecheril, Pädagogik Neu Denken!
Black Voices, War das jetzt rassistisch?
Josephine Apraku, Jule Bönkost und Meikey To, Rassismus geht uns alle an
Jule Bönkost,Kritisch weiß sein - eine Anleitung zum Mitmachen
Jule Bönkost, Unteilbar - Bündnisse gegen Rassismus 
 

Romane

Sharon Dodua, Adas Raum
Claudia Rankine, Citizen. An American Lyric.
Olivia Wenzel, 1000 Serpentinen Angst

Nana Kwame Adjei-Brenyah, Friday Black
Oyinkan Braithwaite, Meine Schwester, die Serienmörderin
Colson Whitehead, Underground Railroad
Zadie Smith, Zähne zeigen
Jackie Thomae, Brüder
Yaa Gyasi, Heimkehren
Bernardine Evaristo, Mädchen, Frau etc.
Fatma Aydemir, Ellbogen
Ta-Nehisi Coates, Between The World and Me
Angie Thomas, The hate you give

Lyrik

Maya Angelou, Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt
Amanda Gorman, The Hill We Climb

Kinderbücher

Pia Amofa-Antwi & Saskia Höld: Steck mal in meiner Haut
Constanze von Kitzing, Ich bin anders als du – Ich bin wie du

Karin Beese & Mathilde Rousseau, Nelly und die Berlinchen – Die Schatzsuche

Jenny Westin Verona & Jesús Verona, Kalle und Elsa

Lupita Nyong'o, Sulwe 

Jessica Love, Julian ist eine Meerjungfrau

María Isabel Sánchez Vegara, Little People, Big Dreams

Lisbeth Kaiser & Leire Salaberria Maya, Maya Angelou: Little People, Big Dreams
Lisbeth Kaiser & Marta Antelo, Rosa Parks: Little People, Big Dreams 

Nancy J. Della, Das Wort, das Bauchschmerzen macht

Tiffany Jewell & Aurélia Durand, Das Buch vom Anti-Rassismus

Marguerite Abouet, Akissi

Alain Serres, Ich bin ein Kind und ich habe Rechte
Anne Kostrzewą, Nasengruß und Wangenkuss
Anna Fiske, Alle haben einen Po
Pernilla Stalfelt, So bin ich und wie bist du?

Riccardo Simonetti, Raffi und sein pinkes Tutu
Elena Favilli & Birgitt Kollmann, Good Night Stories for Rebel Girls  100 Migrantinnen, die die Welt verändern
Ezra Jack Keats, Ein Tag im Schnee
Zanib Mian, Planet Omar Nichts als Ärger
Amanda Gorman, Change
Alex Tetteyfio Bergfeld, Eine Puppe für Ashé

 

Die Liste gibt eine gute Auswahl, bildet aber nicht annähernd alles ab. Daher wird sie regelmäßig ergänzt und überarbeitet. 

Referenzen

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Oktober 2023 - Antirassismus Workshop für den Verein Randale Zentrale (Werkstatt für Internationale Kultur und Politik)
September 2023 - Workshopreihe (4 Workshops) im Eeden Hamburg
Mai 2023 - Antirassismus in der Kita - Vortrag und Diskussion in der Kita Wabe Hamburg
Mai & Juni 2023 - Antirassismus- Workshop in der Kita Lorenzini Hamburg
März 2023 - Antirassismus-Workshop für Schüler:innen des Emilie Wüstenfeld Gymnasium
Oktober 2022 - Fortbildung für Erzieher:innen im Auftrag der Diakonie Hamburg
Juni & Juli 2022 - Anti-Rassismus Workshops für Mitarbeiter:innen von "Avocadostore"
Juni 2022 Vortrag und Diskussion im Rahmen des Formats "Speech and Sound" (St. Johannis Harvestehude)
Mai 2022 Antirassismus-Workshop für Enactus Lüneburg (Projektwochenende Empowerment and Responsibilities)
Mai 2022 - Impulsvortrag in einer Hamburger Kita, für Erzieher:innen & Eltern
März 2022 - Workshop und Vortrag Weciety World
Februar 2022 - Workshopreihe mit Schüler:innen an der Stadtteilschule Bergedorf
Dezember 2021 - Kleine Pause Podcast
Dezember 2021 - Keynote Universal Music Germany
November 2021 - Beitrag DAS! im NDR
November 2021 - Panel Talk im eeden Hamburg
Oktober/ November 2021 - Antirassismus-Workshop EWG HH Projekt #100 Tage
Oktober 2021 - Impulsvortrag/Online Gemeinde Uetersen
Juli 2021 - Podcast Beitrag Diverse Kinderbücher
März 2021 - Impulsvortrag Online AKD Berlin
Januar 2021 - Initiative & Moderation Webinar mit 
Aileen Puhlmann & Stephanie Cuff-Schöttle



Presse

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